Blutegeltherapie im Pflegeberuf – Rechtliche Grundlagen, Anwendungsgebiete und pflegerische Verantwortung in Österreich

5 € für Mitglieder (VFFP, Wundmanagement Tirol, AWA)

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Beschreibung

Blutegeltherapie – Rechtliche Grundlagen, Anwendungsgebiete und pflegerische Verantwortung in Österreich

Referent

 

Oliver Kapferer, BScN, MSc.

Geschäftsführer Ticare Innovations GmbH

Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger (DGKP), Pflegewissenschaftler und Experte im Bereich Wundmanagement.
Austrian Wound Association Präsident sowie Lehrender und wissenschaftlicher Mitarbeiter im FH-Bachelorstudiengang Gesundheits- und Krankenpflege an der fh gesundheit Tirol.

Zusätzlich ist er in Forschung, Lehre und Innovation im Gesundheitswesen tätig und engagiert sich in der Weiterentwicklung moderner Wundversorgung sowie interprofessioneller Versorgungskonzepte

Thema

Die Blutegeltherapie – auch Hirudotherapie genannt – zählt zu den traditionellen naturheilkundlichen Verfahren und wird in der modernen Medizin gezielt als ergänzende Therapie eingesetzt. Durch die im Speichel der Blutegel enthaltenen Wirkstoffe (z. B. gerinnungshemmend, entzündungshemmend und durchblutungsfördernd) ergeben sich verschiedene medizinische Einsatzmöglichkeiten.

Typische Anwendungsgebiete sind unter anderem:

  • Venöse Stauungen (z. B. nach plastisch-rekonstruktiven Eingriffen)
  • Chronische Wunden und Wundheilungsstörungen
  • Arthrose und degenerative Gelenkerkrankungen
  • Hämatome und posttraumatische Schwellungen
  • Durchblutungsstörungen
  • Schmerztherapie bei entzündlichen Prozessen

Für Pflegepersonen stellen sich dabei zentrale Fragen:
Wer darf die Blutegeltherapie in Österreich durchführen? Welche Rolle spielt die ärztliche Anordnung? Darf die Pflege eigenständig handeln? Und welche Schulungen oder fachlichen Voraussetzungen sind erforderlich?

Das Seminar gibt einen praxisnahen Überblick über die berufsrechtlichen Grundlagen in Österreich. Behandelt werden unter anderem die Abgrenzung zwischen ärztlicher Tätigkeit und pflegerischer Mitwirkung, die Bedeutung einer klaren ärztlichen Anordnung, Dokumentationspflichten, Hygieneanforderungen sowie die Patient:innensicherheit.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage, unter welchen Voraussetzungen Angehörige des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege im Rahmen medizinisch-therapeutischer Maßnahmen tätig werden können – und warum eine Durchführung ohne ärztliche Anordnung rechtlich problematisch ist.

Das Webinar richtet sich an Pflegepersonen, Wundmanager:innen, Lehrende im Gesundheitsbereich sowie alle Interessierten, die komplementäre Verfahren fachlich und rechtlich reflektiert in den Pflegekontext einordnen möchten.

🗓 Veranstaltungsdetails

Termin Mittwoch, 24.Juni 2026
Uhrzeit 18:30 – 20:00 Uhr
Ort Online via Zoom
Teilnahmegebühr 9 € für Normalteilnehmende
5 € für Mitglieder (VFFP, Wundmanagement Tirol, AWA)

Nach der Anmeldung erhalten Sie sofort den Zoom-Link sowie alle wichtigen Informationen. ACHTUNG: Der Link zum Download befindet sich in der Rechnung!

Bitte beachten Sie: Vor Eintritt in das Webinar wird Ihre E-Mail-Adresse überprüft. Verwenden Sie dieselbe E-Mail-Adresse, mit der Sie teilnehmen, um Missbrauch zu verhindern.