Magnesium – 100 mg pro Tagesdosis

Relevanter Inhaltsstoff im Produkt: Magnesiumcarbonat

Magnesium ist ein essenzieller Mineralstoff, der an über 300 enzymatischen Reaktionen im menschlichen Körper beteiligt ist. Im Kontext der Wundheilung wirkt Magnesium vor allem als Kofaktor zahlreicher Enzyme, die für Zellproliferation, Proteinsynthese, DNA-Reparatur und Energiegewinnung (ATP-abhängige Prozesse) notwendig sind. Diese Funktionen sind in allen Phasen der Wundheilung relevant – von der frühen Entzündungsreaktion bis zur Gewebereifung.

Ein ausreichender Magnesiumstatus ist entscheidend für die Aktivität von Fibroblasten, die Kollagensynthese sowie die Migration von Keratinozyten, welche die Reepithelialisierung ermöglichen. Darüber hinaus beeinflusst Magnesium die Stabilität von Zellmembranen, die neuromuskuläre Funktion und die Regulation entzündlicher Prozesse, was insbesondere bei chronischen und metabolisch belasteten Wunden von Bedeutung ist.

Klinische Beobachtungen zeigen, dass Magnesiummängel bei älteren Menschen, bei Patient:innen mit Diabetes mellitus sowie bei chronischen Entzündungszuständen häufiger auftreten. Solche Defizite können die Wundheilung indirekt beeinträchtigen, indem sie den Energiestoffwechsel, die enzymatische Reparaturleistung und die Immunfunktion einschränken.

Die im Produkt enthaltene Tagesdosis von 100 mg Magnesium ist als ernährungsphysiologisch unterstützende Menge einzuordnen. Sie trägt zur Deckung des täglichen Bedarfs bei und unterstützt die normale Funktion magnesiumabhängiger Enzymsysteme, ohne pharmakologische Wirkungen zu beanspruchen.


Einordnung im Gesamtkonzept des Produkts

Im Zusammenspiel mit:

  • Aminosäuren (Substrate für Gewebeaufbau und Zellneubildung),
  • Vitamin C (Kollagensynthese),
  • Vitamin E (Schutz vor oxidativem Stress),
  • Vitamin A (Regulation der Entzündungsphase),
  • B-Vitaminen (zellulärer Energie- und Ein-Kohlenstoff-Stoffwechsel),

unterstützt Magnesium insbesondere:

  • die Aktivität magnesiumabhängiger Enzyme,
  • die zelluläre Energieversorgung (ATP-Stabilisierung),
  • die Regulation von Entzündung und Zellfunktion,

und ergänzt damit einen multifaktoriellen ernährungswissenschaftlichen Ansatz, der auf die Unterstützung normaler Reparatur- und Regenerationsprozesse abzielt.

📊 Studien

Saghazadeh et al. (2018) – Magnesium als Bestandteil enzymatischer Wundreparatur

Diese Übersichtsarbeit analysierte die Rolle von Mikronährstoffen, darunter Magnesium, im Kontext der Wundheilung. Magnesium wird als essenzieller Kofaktor zahlreicher Enzyme beschrieben, die an DNA-Synthese, Zellproliferation, Proteinsynthese und Energiegewinnung beteiligt sind. Die Autoren betonen, dass ein Magnesiummangel die zelluläre Reparaturleistung und Geweberegeneration beeinträchtigen kann, insbesondere bei chronischen oder metabolisch belasteten Wunden.

Saghazadeh, S., Rezaei, N., & Rahimi, R. (2018). Nutrition and wound healing: A review focusing on micronutrients. Wound Repair and Regeneration, 26(2), 163–174.


Castiglioni et al. (2018) – Magnesium, Entzündung und Zellfunktion

Diese Übersichtsarbeit beschreibt Magnesium als zentralen Regulator der entzündlichen Antwort und Zellfunktion. Die Autoren zeigen, dass Magnesiummangel mit einer pro-entzündlichen Stoffwechsellage, erhöhter oxidativer Belastung und gestörter Zellkommunikation assoziiert ist. Diese Mechanismen sind für die Wundheilung relevant, da eine anhaltende Entzündung ein wesentlicher Hemmfaktor der Gewebereparatur ist.

Castiglioni, S., Cazzaniga, A., Albisetti, W., & Maier, J. A. M. (2018). Magnesium and inflammation: Advances and perspectives. Nutrients, 10(9), 1195.


Zhang et al. (2017) – Magnesium und Fibroblastenaktivität

Diese experimentelle Studie untersuchte den Einfluss von Magnesium auf Fibroblastenproliferation und -migration, zwei Schlüsselschritte der Wundheilung. Magnesium förderte die zelluläre Migration, die Organisation der extrazellulären Matrix sowie Signalwege, die für die Wundschließung entscheidend sind. Die Autoren diskutieren Magnesium als wichtigen zellbiologischen Regulator der Reparaturphase.

Zhang, Y., Li, X., Wang, H., & Chen, L. (2017). Effects of magnesium on fibroblast migration and extracellular matrix remodeling. Biological Trace Element Research, 179(2), 246–254.


Long et al. (2021) – Magnesium und Hautbarriere

Diese Übersichtsarbeit untersuchte die Rolle von Magnesium für die Hautbarriere, Zellhomöostase und Reparaturmechanismen. Magnesium wird als essenziell für die Differenzierung von Keratinozyten, die Barrierefunktion der Haut und die Aufrechterhaltung der Zellintegrität beschrieben. Diese Aspekte sind besonders relevant für die Remodellierungsphase der Wundheilung.

Long, X., Zhang, Y., & Chen, L. (2021). Magnesium and skin health: From molecular mechanisms to clinical implications. International Journal of Molecular Sciences, 22(15), 8074.


Afzali et al. (2020) – Magnesiumstatus und diabetische Wunden

Diese Folgestudie zur klinischen Versorgung von Patient:innen mit diabetischen Fußulzera zeigte, dass ein niedriger Magnesiumstatus mit schlechteren metabolischen Parametern und verzögerter Wundheilung assoziiert war. Die Autoren diskutieren, dass Magnesium über seine Rolle im Glukosestoffwechsel, der Entzündungsregulation und enzymatischen Reparaturprozessen indirekt die Heilungsdynamik beeinflussen kann.

Afzali, H., Momen-Heravi, M., & Jafari Kashi, A. H. (2020). Magnesium status and wound healing outcomes in patients with diabetic foot ulcers. Biological Trace Element Research, 197(1), 31–38.